We Are Wolf im Interview

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Die Köln/Bonner Metal(core)band WeAreWolf hatten wir kürzlich im Gespräch. Was wir die Jungs gefragt haben und was es neues gibt? Lest einfach selbst.

Hallo We Are Wolf, stellt euch doch mal bitte kurz vor: Wer spielt welches Instrument, welche Hobbys habt ihr und was macht ihr neben der Musik?

Hi,wir sind We Are Wolf aus dem Raum Köln/ Bonn und mach Metal. Mein Name ist René und ich bin für die Vocals Zuständig. Nico spielt Bass, Lorenz, und wieder an Bord bei WaW ist Felix an den Gitarren. Jan bedient die Drums.

Neben der Mucke gehen alle von uns arbeiten, wobei sich Jan noch im Studium befindet.

Wenn ich mal nicht arbeite oder im Proberaum bin, zocke ich gerne Videospiele (aktuell Dark Souls 2) und würde mich allgemein in dem Bereich als Nerd bezeichnen. Außerdem quäle ich mich 3 mal pro Woche in die Eisenschmiede und schaue mir gerne mit meiner Frau Serien an (Game Of Thrones, House Of Cards, True Detective etc.)

Auf eurer Facebook Seite steht, dass ihr seid dem Jahr 2000 schon zusammen Musik macht. Ist es schwer solange zusammen auszukommen und immer weiterzumachen?  Oder macht gerade dieser Zusammenhalt euch aus?

Es ist ein bisschen von beidem. Wir kennen uns alle relativ lange und sind schon seit einer halben Ewigkeit befreundet. Felix ist mein Bruder und auch Nico kenne ich bereits seit dem Kindergarten. Auf der einen Seite schweißt das natürlich zusammen und erinnert uns immer wieder daran, wieso wir den Kram überhaupt machen. Auf der anderen Seite, kann so eine Band auch mal das ein oder andere Opfer bringen. Vor 4 Jahren hat Felix die Band verlassen. Nun sind wir aber heil froh, dass er nach Leos Ausstieg, der sich im Ausland weiter bildet wieder bei uns ist. Somit haben wir das Glück, dass sich das Rad für WaW immer weiter dreht und wir nach all den Jahren immer noch ein so eng zusammen geschweißtes Team sind. Wir fühlen uns stärker denn je und haben einfach Bock zusammen Musik zu machen.

Wie kam es eigentlich zu eurem Bandnamen? Verbirgt sich dahinter etwas? wolf

Wir waren natürlich nicht von Anfang an We Are Wolf. Früher kannte man uns im Bonner-Umkreis unter dem Namen Eat Unda Table. Nico, Felix , unser ehemaliger Drummer Frank und ich haben die Band vor 13 Jahren gegründet. Mit der Zeit hat uns der alte Name nicht mehr gepasst und wir haben uns irgendwie bei vielen Bieren auf We Are Wolf geeinigt.

Ihr habt derzeit mehrere Veröffentlichungen auf dem Markt. Doch die aktuelle EP „Masquerader“ erschien nur online und auch kostenlos als Stream auf Youtube. Wieso habt ihr euch zu diesem Schritt entschieden?

In erster Linie wollten wir mit der EP ein Lebenszeichen von uns geben. Den Leute da draußen zeigen, dass wir noch da sind und neue Musik machen. Um die Sache so unkompliziert wie möglich zu gestalten, dachten wir uns, nur ein digital Release und das kostenlos unter das Volk zu bringen. Da sich in der digitalen Welt das Musik-Konsumverhalten eh geändert hat, sind wir froh über jeden Click und jeden neuen Fan der unsere Musik interessant findet. Da CD’s auch nicht mehr den Absatz wie früher finden, war das „For-Free Release“ für uns und die Leute die beste Option.

Ihr habt die EP schon etwas länger auf dem Markt. Wie ist das Feedback nach knapp 4 Monaten aus eurer Sicht? Zufrieden mit dem Digital Release?

Das Feedback aus dem näheren Umfeld und von den paar Reviews, die wir bekommen haben ist sehr positiv. Leider findet ein reines, digitales Release in den meisten Magazinen und E-Zines keinen Anklang. Somit sind bei uns leider nur eine Handvoll Reviews eingangen, was bedeutet dass die Nachricht einer neuen EP nicht wirklich weit verbreitet ist. In dieser Hinsicht ist es natürlich echt schade. Aaaaber wir sitzen auch nicht auf einem Haufen gepresster EP’s rum und können in andere Dinge investieren.

Ihr habt auch mit der neuen Scheibe schon einige Shows gespielt. Gab es besonders tolle oder schlechte Erfahrungen auf der Bühne? Oder ist euch schon mal etwas lustiges passiert?

Es gab natürlich schon beides. Aktuell hatten wir eine total geile Release Show mit vollem Haus. Das war nach über einem Jahr Bühnen-Abstinenz ein wirklich tolles Gefühl.

Die schlechten und witzigen Erfahrungen liegen immer nah bei einander bzw. kann man heute über die weniger schönen Erfahrungen lachen. Ich bin einmal nach dem Intro und vor dem ersten Song, voller Elan auf die Bühne gerannt und auf ner leeren Zigarettenschachtel ausgerutscht. Hab mich voll auf den Hintern gesetzt, das Publikum und der Rest der Band hatten ihren Spass.

Auf einer anderen Show haben wir fast 12h in der Venue verbracht, bevor wir überhaupt gespielt haben. Das Problem bei so einer langen Wartezeit ist, dass man automatisch anfängt Bier zu trinken. Nach 12h präsentierten wir dann das Ergebnis auf der Bühne. Zu unserem Glück war es aber so spät, dass die übrig gebliebenen Gäste und der Mischer ebenfalls schon ordentlich einem im Tee hatten. Zweiterer ist nach dem ersten Song unseres Sets sogar eingeschlafen mit der Pulle Bier in der Hand. Ich habe mich fast auf der Bühne übergeben müssen und Nico ist mehrmals umgefallen. Hat keiner gemerkt, für alle war es eine super Show, haha.

Ich hätte bestimmt noch 20 weitere Geschichten, aber das würde den Rahmen sprengen.

Welche Pläne wollt ihr musikalisch noch verwirklichen? Und wird es bald was neues von euch geben?

Unser Ziel ist es einfach wieder regelmäßig Shows zu spielen und das in ganz Deutschland oder sogar Europa! Vllt. Mal eine fette Support Tour spielen. Und auch wenn es in Nighlinern stinken und ekelhaft sein soll, würden wir trotzdem mal gerne in so nem Teil unterwegs sein.

Ja, dieses Jahr werden wir noch unser 2tes Album recorden. Wir haben bereits so viele Songs geschrieben dass wir fast 2 Platten daraus machen könnten. Allerdings haben wir die Möglichkeit hier die besten Songs auszuwählen um 100% zufrieden mit dem 2ten Output sein zu können. Live gibt es sogar schon ganz neue Songs zu hören.

Ergänzt folgenden Satz: Ein Leben ohne Musik ist…

für We Are Wolf schlecht, weil es We Are Wolf dann nicht gäbe, weil es ja keine Musik gibt. Ach das wäre schon furchtbar. Aber jedes Leben hat immer etwas lebenswertes (Philosophen Mode, aus!)

Wollt ihr den Lesern noch etwas sagen?

Ja! Hört Metal (oder ähnliche sub-genre), trinkt Bier (oder Cola, Wasser, Fanta) und besucht die Konzerte der kleinen Bands! Das ist eure Szene, also macht was draus.

Danke für das Interview und weiterhin viel Erfolg!

Danke an euch und ebenfalls viel Erfolg mit dem Magazin.

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About Author

Florian Hilger

Gründer und Chefredakteur des Magazins. Außerdem zuständig für diverse Konzertreihen (z.B. Loud!Fest, Shout loud, Bloody Friday...). Ansprechpartner für Kooperationen, Werbung, News, Interviews und weiteren Content.

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