Review: Minipax – LiebeHassFriedenKrieg

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Minipax zeigen mit ihrem Debütalbum “LiebeHassFriedenKrieg“, dass sie lediglich mit ihrem Bandnamen nicht überzeugen können.

Die 2014 gegründete Band aus dem südbayerischen und österreichischen Raum lässt auf die vor zwei Jahren erschienene EP “1984“ ein Debütalbum folgen, das eine klare Kante gegen Faschismus zeigt. So heißt es in “Beschissenheit der Dinge“, dem einzigen Song mit Überlänge, ,,Die Beschissenheit der Dinge nimmt so langsam Überhand/ Schuld sind nur die Menschen in diesem kalten Land/ Keine Einigkeit, nur Recht auf Freiheit/ Ohne diesen Staat oder irgendein scheiß Land/ Ich kann die Fressen hier nicht mehr ertragen“.

Seine antifaschistischen Parolen verpackt das Quintett dabei jederzeit in treibenden Punkrock, dem immer eine beschwingte Note anhängt. Frontmann Nikola Cihaber wandert hingegen vermehrt auf dem schmalen Grad zwischen Poesie und Kitsch: ,,Lieber wütend als traurig/ So hat die Träne keinen Wert/ Sie verliert ihre Bedeutung, wenn sie zu Boden fährt“. “Bei Euch“ fängt den Lagerfeuer-Spirit ein und “Der Letzte macht das Licht aus“ evoziert sogar wütende Schreie. Ganz egal wie Minipax ihren kurzweiligen Punkrock aufziehen: Auf den Schlips treten sie damit nur den Faschisten.

Minipax_Album_Cover

Label: Uncle M/Sub-Zine/30 Kilo Fieber
VÖ: 11.05.2018

Genre: Punkrock, Pop-Punk

Vergleichbar:
Radio Havanna – “Utopia“
ZSK – “Herz für die Sache“

Wertungen:
Lyrik 8/15
Produktion 9/15
Songwriting 7/15
Spannungsbogen 9/15
Suchtfaktor 5/15

Gesamtwertung: 8/15

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Jonathan Schütz

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