Review: The Black Keys – Let´s Rock

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Der Erfolg trieb sie auseinander, doch jetzt sind sie nach fünf langen Jahren wieder vereint. Die Black Keys feiern mit “Let’s Rock” aber nicht nur ihr persönliches Comeback, sondern auch das ihrer Gitarrenrock-Wurzeln.

The Black Keys sind zurück und gehen mit ihrem neunten Studioalbum nicht nur in den Promovideos – im VHS-Look und mit Pornoschnauzern – back to the Roots. In den unheimlich witzigen YouTube-Clips wird die „gefährlichste Band der Welt“ beim Gärtnern und Mittagessen gezeigt. Und auch wenn das Cover eine moshpitfüllende Thrash Metal-Platte vermuten lässt, handelt es sich bei “Let’s Rock” um eine sympathisch-groovige Bluesrock-LP im Black Keys-Style. Der Moshpit bleibt bei fetzigen Powerrock-Riffs wie im Opener Shine a Little Light wahrscheinlich trotzdem nicht leer.

Dabei war es lange Zeit unklar, ob ein neues Album zustande kommt. Gitarrist, Bassist, Sänger, Songwriter (und eigentlich alles außer Drums) Dan Auerbach sei nach dem bis dato letzten Album der Band  Turn Blue total ausgebrannt gewesen und zögerte lange, zum Projekt zurückzukehren. Fünf Jahre mussten Fans dann warten bis zur erneuten Vereinigung von Dan und Pat. Der Grund für die Reunion – wenn man dem Musikvideo für Go glauben darf: ein Haufen Geld und halluzinogene Drogen.

“Let’s Rock”  ist ein Mehrgänge-Menü aus harten Powerchords (Under the Gun), groovigen Bluesriffs (Eagle Birds), funky Basslines (Breaking Down), einer Prise Psychodelic (Tell me Lies) und über allem ein Topping aus selbstbewusster Rockgitarre. Damit geben die Black Keys dem sterbenden Star der Rockszene eine kleine Wiederauferstehung und lassen die Sechssaiter auch über Wasser laufen. Drummer Patrick Carney beschreibt das Album als eine Hommage an die elektrische Gitarre. Ihrem zeitgemäßen Bluesrockstyle – einer Mischung aus popigen Hooks und typisch-verzerrten Fuzzsound – bleiben die Jungs dennoch treu und Songs wie die Chart Topper-Vorabsingle Lo/Hi würden sich auch auf dem preisgekrönten El Camino-Album der Band Zuhause fühlen. Jetzt ohne Keyboard aber mit -ihr ahnt es- mehr Gitarre.

Zuletzt bleibt bei den Keys immer dieser Drang, sich hinter das Steuer eines rostzerfressenen Ford Mustangs zu schwingen, die Stereoanlage laut aufzudrehen und auf der Route 66 in den Sonnenuntergang zu fahren. Wer demnächst einen Roadtrip plant oder Fan von schnörkellosem Rock ist, wird mit diesem Album viel Spaß haben.

The_Black_Keys_Lets_RockLabel: Easy Eye Sound, Nonesuch

VÖ: 28.06.2019

Genre: Alternativ-/Bluesrock

Vergleichbar:
The White Stripes – Elephant
ZZ Top – Eliminator

Wertung:
12/15

 

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Luis Babst

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