Livereview: Pell-Mell Festival 2014

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Das Pell-Mell Festival findet seit nunmehr acht Jahren immer in der ersten Septemberwoche statt. In dieser Zeit hat sich das Festival hinsichtlich Größe und Resonanz stetig weiterentwickelt. Waren zu Beginn hauptsächlich lokale Bands aus Deutschland vertreten, traten mit der Zeit auch internationale Größen wie “Bury Tomorrow”, “Callejon” und “We Butter the Bread with Butter” auf.

Auch das diesjährige Line-Up war wieder gespickt mit fantastischen Bands und tollen Auftritten. Mehr zu den Liveperformances der Bands erfahrt ihr jetzt.

stereoview

Stereoview: Die Punkrockvereinigung “Stereoview” machte den Opener des Festivals. Wie bei fast jedem Opener war jedoch leider kaum jemand da um es sich anzuhören. Lediglich ca. 30 Leute sahen den Auftritt der ersten Band. Der begann mit einem stimmungsvollen Intro, welches gut zum eigentlichen Sound passte. Die Texte der Band sind auf deutsch und luden aufgrund des vergleichsweise ruhigen Sounds zum zuhören ein. Viel Bewegung war auf der Bühne jedoch nicht zu sehen.Hinzu kam das stimmungsmäßig wie bereits erwähnt, kaum was los war – sehr schade für die Band, die ein etwas breiteres Publikum verdient hätte. Trotzdem ein guter Auftritt!

bof2Buffet of Fate: Die “Quatsch-Core” Band “Buffet auf Fate” kam direkt hinterher und lieferten einen gelungenen Auftritt. Kaum auf der Bühne wummerte feinster Electrocoresound vom “Planeten Porno” über das Festivalgelände. Die Electroparts kamen gepaart mit krachenden Breakdowns perfekt beim Publikum an. Die erste Menge von ungefähr 100-150 Leuten war begeistert und sofort bei guter Stimmung. Ein guter Auftritt der Band aus Mainz. Superlustig!

agd4Any Given Day: Als dritte Band des Tages trat anschließend “Any Given Day” aus Gelsenkirchen an. Die Vereinigung legte auch sofort mit allerfeinstem Metalcoresound los und brachte mit ihrem druckvollen Sound die Leute zum Tanzen. Ein erster richtiger Moshpit tat sich auf und man spürte die Begeisterung die die Band bei den Zuschauern auslöste. Richtig Party gabs als der berühmteste Song der Band angestimmt wurde, der Coversong “Diamonds”. Die inzwischen große Zuschauermenge war bei diesem mit Abstand am aktivsten. Auch ansonsten war die Musik klasse und begeisterte mit krachenden und unglaublichen Breakdowns. Ein insgesamt super Auftritt von “Any Given Day”.

da2Destination Anywhere:  Die Lokal Matadoren von “Destination Anywhere” aus Siegen waren in diesem Jahr bereits zum vierten Mal auf dem Pell-Mell Festival zu sehen. Von Ermüdungserscheinungen seitens der Zuschauer war jedoch rein gar nichts zu sehen und zu spüren. Die Punk -Rock Band punktete mit einem ausgelassenen Sänger, viel Bewegung auf der Bühne und dem tollen Einsatz von Bläsern( Saxophon z.B). Die Stimmung im Publikum war fantastisch und die bis jetzt mit Abstand am beste. Auch die Menge an Zuschauern toppte alles bisher dagewesene. Hinzu kamen Moshpits, Circle Pits und ein Circle Pit um die Techniker(!) im Hintergrund. Die Band hatte die Besucher im Griff und fesselte sie. Ein unglaublich energiegeladener Auftritt und der vorläufige Höhepunkt des Festivals.

napoleonNapoleon. Es folgte mit ” Napoleon” eine Melodic Hardcore Band aus UK. Hier gab es extremstes Schlagzeugspiel mit viel Doublebass und einen fetten Bass auf die Ohren. Die Musik war gut, schade war jedoch das zwischendurch die Gittarre ausfiel und anschließend zu leise war. Hinzu kam die sehr dürftige Bühnenperformance der Band bei der leider kaum Bewegung vorhanden war. Die Violent-Dancer vor der Bühne boten da sehr viel mehr fürs Auge. Eine gute Band, mit einem leider mäßigen Auftritt. Da haben wir uns mehr erwartet.

Mr.Irish Bastard: Die letzte Band vor dem Tagesheadliner war “Mr.Irish Bastard”. Die Band bot tolle Musik zum entspannten Tanzen und war mit beschwingten Rythmen ein wunderbares Kleinod unter den Bands. Auch den Zuschauern gefiels, die Stimmung war super und es wurde vor der Bühne eifrig getanzt. Ein schöner und feiner Auftritt der Band.

btm1Betraying the Martyrs: Und nun kommen wir zum Headliner des Tages. Die Deathcore Band ” BETRAYING THE MARTYRS” aus Paris, Frankreich hat im letzten Jahr einen Höhenflug hingelegt und gerade ein neues Album auf den Markt gebracht. Gespannt wartete das ganze Festival auf den Höhepunkt des Abends und um 23.15Uhr war es dann schließlich so weit. Die Jungs legten auch direkt richtig los und der Sound toppte von der ersten Sekunde an alles was man zuvor gesehen hatte. Keyboard, Gittarren und Schlagzeug waren perfekt abgestimmt und sorgten für den totalen Abriss. Die Zuschauer waren nicht mehr zu halten und es entwickelten sich gigantische Moshpits und Circle Pits. Dabei wurde alles von einer gewaltigen, brutalen Wall of Death übertroffen die beim Coversong “Let It Go” entstand und einen die Luft anhalten ließ.  Einfach unglaublich intensiv war auch die Bühnenperformance die an Bewegung und Koordination zwischen den Bandmitgliedern einfach perfekt war. “BETRAYING THE MARTYRS” waren ein würdiger und fantastischer Headliner und brachten den Besuchern des Pell-Mell Festivals das staunen bei. Wie es sein sollte, der Höhepunkt des Tages. Schade war lediglich das in den Moshpits keine Rücksicht auf unbeteiligte genommen wurde, hier wäre es netter gewesen die umstehenden Leute nicht wie verrückt anzuspringen und zu treten!

 

Fazit: Das Pell-Mell Festival hat sich in den letzten Jahren zu einer tollen Veranstaltung gemausert um den Festivalsommer ausklingen zu lassen. Für einen solchen Eintrittspreis(17Euro für beide Tage, 12Euro für einen) bekommt man hier was die Bands angeht einiges zu bieten. Die Stimmbtm4ung wurde mit jeder Band besser und besser. Die Bands waren ausgewogen und toll ausgesucht, deckten einige Genres ab und begeisterten die Zuschauer. Ein wie wir finden sehr gelungenes Festival, welches wir persönlich auch in Zukunft gerne besuchen wollen.

PS: Wir sind uns sicher, dass der Festivalsamstag ebenso toll war. Dennoch waren wir nicht vor Ort. Sorry! Wir haben beim Waves of Rock³ in Koblenz gemosht!

Weitere Bilder vom Pell-Mell-Freitag hier.

 

Fotos: (c) Florian Hilger, www.shout-loud.de

Text: Manuel Hipke

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