Livereview: Light Your Anchor + Support, Kulturpalast Wiesbaden, 07.03.2017

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Auf ihrer Abschiedstour machten Light Your Anchor im Kulturpalast Wiesbaden halt und im Gepäck hatten sie zwei Bands, die wussten wie man einen kleinen Club anheizt für ein letztes Mal Light Your Anchor. Ein emotionaler Abriss, wie er im Buche steht, eine Show die sich wie ein Zusammenkommen von alten und neuen Freunden anfühlte.

Shattered Lions (1 von 1)

Mit Shattered Lions eröffnete eine lokale Band den Abend, die einen schön brutalen Melodic Hardcore spielen. Die ersten nickenden Köpfe, tappenden Füße und bekannte Gesichter im Publikum, viele befreundete Bands gaben sich an diesem Abend die Ehre, was ein schönes Gefühl hervorrief, zumindest bei mir, man kennt sich, ein Abend unter Freunden und Bekannten. Auch schön: der Club war bei keinem der Auftritte leer, immer waren genug Menschen da, sodass jede Band die Aufmerksamkeit bekam, die sie verdient hat. Bei vielen anderen Gigs sind die Clubs bei den ersten Bands fast leer, schön etwas Anderes zu sehen! Wir hatten die Jungs 2014 schon mal im Interview. Was sie uns da erzählt haben, könnt ihr hier lesen: http://magazin.shout-loud.de/interview-shattered-lions/

Coyotes (1 von 1)

Coyotes, die Light Your Anchor auf der gesamten Tour begleiten, eröffneten mit einer ihrer ruhigen Nummern, für die Sänger Bobby sich vor die Bühne stellte und aus einem Zuschauer einen Mikrofonständer macht, natürlich auf eine ganz liebe Art und Weise. Dann, zurück auf der Bühne, ging es richtig zur Sache um den gut gefüllten Raum aufzuwecken, was auch funktionierte, immer mehr Körper bewegten sich zu den Soundwänden der Wuppertaler Jungs, die eine interessante Mischung aus aggressiven Metalcore und Hardcore Tönen, gepaart mit melodischen Chören und Syntheciser Klängen, spielen.

Light Your Anchor (1 von 2)

Der Hauptact des Abends stand bevor, ein letztes Mal Light Your Anchor in Wiesbaden. Erste Überraschung: Norman, der Bassist von Coyotes, steht mit Light Your Anchor auf der Bühne. Später im Set erklärt Frontmann Daniel dass all ihre Backup Bassisten vor der Tour ausgefallen sind und dass sich Coyotes dazu bereit erklärt haben, Norman auszuleihen. Man hilft sich eben aus. Auch betonte er das Wiesbaden eines der ersten „wichtigen“ Dates auf dieser Tour sei, da die Band viel hier gespielt hat und eine Geschichte mit dieser Stadt hat. Die Stimmung war gut, von Anfang an waren die Leute vor der Bühne aktiv und zeigten, wie man ein letztes Mal diese Band zelebriert. Aber das alles war anscheinend nicht genug, denn die Band forderte mehrmals Stagediver, die sie auch bekamen. Alles in allem eine Hardcore Show, wie man sie sich nur wünschen kann. Auch die Setlist ließ keinen Fan enttäuscht zurück. Generell sind fast alle an diesem Abend mit einem lachendem und einem weinenden Auge nach Hause gegangen. Aber so ist das wohl bei Abschiedstouren.

Light Your Anchor (2 von 2)

Light Your Anchor haben während ihrer Bandgeschichte viel zu dieser Hardcore Scene beigetragen und sie mitgestaltet. Wer die Hamburger Jungs während ihrer Karriere verfolgt hat und die Musik schätzt oder auch einfach nur einen geilen Abend mit geiler Musik haben möchte, der sollte diese letzte Möglichkeit nutzen. Es lohnt sich!

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