Interview mit Press Club

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Am 25. Januar ist Late Teens, das Debütalbum der australischen Newcomer Press Club, auch endlich in Europa und hierzulande in Deutschland erschienen. Im Heimatland des Quartetts sorgt die Platte bereits seit einem knappen Jahr für Begeisterungsstürme, der eklektische Mix aus Indie-, Punk- und Garage Rock hat bei uns auch auf Anhieb eingeschlagen, wie ihr in unserer Review nachlesen könnt. Wir haben Frontfrau Natalie Foster einige Fragen über das Debüt ihrer Band, ihre Power-Stimme, ihre Inspirationen sowie die spätjugendlichen Themen auf Late Teens per Mail zukommen lassen.

Shout Loud: Euer Debütalbum Late Teens ist nun auch endlich in Europa und hierzulande in Deutschland erschienen. Wieso hat es so lange gedauert, das Album für uns Europäer zugänglich zu machen?

Natalie Foster: Es war nicht beabsichtigt, ich verspreche es! Es war ursprünglich erhältlich, aber ich glaube, niemand wusste, wer wir waren. Jetzt hatten wir das Glück, mit Hassle Records zusammenzuarbeiten, um das Album in Europa erneut zu veröffentlichten und ihm den Schub zu geben, von dem wir glauben, dass es ihn verdient. Keiner von uns hat jemals ein Album in voller Länge veröffentlicht und wir haben unser Herz und unsere Seele in das Album gesteckt, es ist also schön, an neuen Orten damit herauszukommen und neue Leute zu erreichen.

Was habt ihr in der Zwischenzeit getrieben, seitdem Late Teens in Australien erschienen ist?

Wir haben viel zu tun! Wir haben in den letzten zwölf Monaten mehr als 70 Shows in ganz Australien gespielt, neue Musik geschrieben, ein kleines Studio gebaut, sind ein bisschen gereist und haben es irgendwie geschafft, unsere täglichen Jobs zu behalten.

Natalie, eines eurer Markenzeichen ist deine kraftvolle Stimme, die ziemlich oft übersteuert. Hattest du schon immer so eine Stimme von Naturgewalt beziehungsweise wie hast du diese gefördert?

Ich erinnere mich daran, wie ich in der elften Klasse gelernt habe, meine Bruststimme zu verwenden, während die Leute in der zwölften Klasse ihre Abschlussprüfungen hatten. Sie kamen anschließend alle heraus und waren sauer auf den Lärm und sagten: ,,Wer zum Teufel hat da gesungen?” Ich habe nie zugegeben, dass ich es war… heute ist es soweit!

Welche Musiker und Bands haben euch bei eurer Soundfindung inspiriert?

Als ich noch zur Schule ging, war ich besessen von Brand New und deren Lyrics. Jetzt bekomme ich einen großen Kick von Cloud Nothings, Bad Dreems und Pup, um nur einige zu nennen.

Euer Debütalbum trägt nicht nur den Titel Late Teens, sondern behandelt auch spätjugendliche Themen wie Selbstzweifel, die Liebe und die einhergehende Veränderung des Körpers. Wie weit hast du für das Songwriting teilweise in deiner Vergangenheit gekramt beziehungsweise über welchen Zeitraum sind die Texte für das Album entstanden?

Ich denke, dass diese spätjugendlichen Themen bis in deine Erwachsenenzeit hineinreichen, du verstehst sie nur ein bisschen besser und siehst sie für das, was sie wirklich sind… Ich habe also nicht wirklich in meine Vergangenheit geschaut. Viele der Dinge, über die ich Songs geschrieben habe, sind vorher auf die eine oder andere Weise passiert.

Im April seid ihr zum ersten Mal auch in Europa auf Tour. Was bedeutet es für euch, Konzerte zu spielen?

Live zu spielen ist definitiv ein Highlight für uns – wir haben Spaß, werden laut und schweißtreibend – es ist eine wahnsinnige Befreiung. Es ist außerdem unsere Möglichkeit, mit einem Publikum auf einer persönlicheren Ebene in Kontakt zu treten. Ich habe das Glück, ständig vor so vielen Leuten zu spielen – und es in einem anderen Land zu tun, ist eine riesige Sache für uns!

Danke, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast!

Cheers!

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Jonathan Schütz

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