I am Lucy im Interview

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Wir hatten die Ehre mit den I am Lucy Jungs aus Neuwied sprechen zu dürfen. In unserem Interview findet ihr Infos zum bald erscheinenden Album und viele Sachen, die ihr bisher über die Post-Hardcore Truppe nicht wusstet. Wir wünschen euch viel Spass beim lesen!

Hey I am Lucy, stellt euch doch mal bitte kurz vor: Wer spielt welches Instrument, welche Hobbys habt ihr, wo kommt ihr her und was macht ihr neben der Musik?

Hey Shout Loud Dudes, erst mal herzlichen Dank für euer Interesse an uns. Wir sind von den Instrumenten her ne klassische five-piece Post-Hardcore Band.

Marian und Dean Gitarre, Patrick Bass ,Leo Schlagzeug und ich (Matthias) bin für den Gesang verantwortlich. Wir kommen aus Neuwied und Linz, wobei der Leo aktuell in Köln wohnt. Neben dem Machen von Musik hören wir alle privat sehr viel Musik und haben teilweise auch noch andere Projekte, die unsere Zeit in Anspruch nehmen. Wir sind ja auch alle keine neuen Gesichter in der lokalen Musikszene und da wir alle schon relativ lange Musik machen  ist das dann natürlich ein großer fester Bestandteil unseres Leben. Generell sind, glaube ich, alle von uns auch an anderen Kunstformen interessiert. Lyrik und Fotografie zum Beispiel. Ansonsten sind wir alle sozial sehr kontaktfreudige Menschen und viel mit Freundinnen und Freunden unterwegs. Des Weiteren sind wir alle Vollzeit am Arbeiten. Da bleibt dann nicht mehr so viel Zeit übrig.

Was macht euch einzigartig?

Das ist eine Frage, die ich sehr ungern selbst beantworte, aber ich probiere es mal. Also ich denke, dass unser Sound relativ erwachsen ist. Natürlich bewegen wir uns in einer durch Jugend erschaffenen und geprägten Subkultur aber ich würde sagen, dass wir immer ernsthaft klingen. Dass Einsetzen von sphärischen Parts ist, zumindest in dem Ausmaß, in dem wir das tun, nach meinem Empfinden, relativ selten. Die Tatsache, dass wir deutschsprachige Lyrics haben, ist heutzutage natürlich ein ziemliches Alleinstellungsmerkmal. Das war eine bewusste Entscheidung direkt nach unserer Bandgründung und wir sind  alle, sehr froh darüber wie sich dass entwickelt.

Lange Zeit ist es ruhig um euch. Was ist los?I Am Lucy aus dem Studio

Ende letzten Jahres müssten wir leider aus Verletzungsgründen einige Shows absagen und konnten, aus dem selbem Grund, leider auch einige Zeit nicht proben. Nach der Zwangspause haben wir uns dann entschieden uns fürs erste voll und ganz auf das Vorbereiten unserer Studiozeit zu konzentrieren. Dann gab es noch einen Mitgliederwechsel am Bass, der uns zusätzliche Zeit gekostet hat. Jetzt sind unsere Recording Sessions vorüber und wir sind fleißig dabei unser Neues Live Set zu einem Tighten Biest zu machen. Uns tut das echt weh das es so ruhig um uns geworden ist aber wir wollten das Beste aus unserem Studioaufenthalt machen und wollen jetzt auf gar keinen Fall etwas Unausgereiftes präsentieren. Deswegen kommen wir erst wieder aus dem Proberaum gekrochen, wenn alles sitzt. Es bedeutet uns aber sehr viel das die Szene uns nicht vergessen hat und uns immer wieder Leute fragen wann es was Neues gibt vielen Dank dafür.

Ihr habt nun ein neues Album angekündigt und ihr seid bei Aljoscha Sieg in den Pitchback Studios. Könnt ihr uns schon verraten wie es musikalisch wird? Worauf können wir uns freuen? Wird es anders als bisher?

Es wird ein Full-Length Album das wie unser alter Stuff auch im Post-Hardcore angeordnet ist. Allerdings sind die harten Parts härter geworden, die sphärischen Parts sind sphärischer geworden, die ruhigen Parts sind länger geworden und die Parts sind innerhalb eines Songs näher beieinander. Durch den Wechsel an der Gitarre Mitte letzten Jahres hat sich auch einiges am Songwriting getan. Einige der neuen Gitarrenparts sind Rockhymmen mäßig, so was hätten wir vorher nicht. Dann haben mit unserem alten Bassisten, auch unseren Cleansänger verloren. Wir haben lange überlegt wie wir das Kompensieren und haben uns dann gemeinsam dazu entschieden, dass ich in Zukunft alle Vocals machen werde. Daher gibt es weniger Clean-gesang als bisher. Dafür sind die Shouts tonaler und der Singalong Charakter der Refrains ist höher. Das ist jetzt natürlich alles mein persönlicher Eindruck, ich bin super gespannt, wie das Album so ankommen wird. Außerdem haben wir die fertige Platte ja auch noch nicht, wir sind alle tierisch heiß drauf die neuen Nummern fix und fertig zu hören.

Habt ihr eigentlich schon einen Namen für das neue Album und ein Erscheinungsdatum oder müssen wir uns noch länger gedulden?

Einen Namen gibt’s aber den verraten wir noch nicht, das soll eine Überraschung werden. Erscheinungsdatum gibt es noch keins. Es wird aber mit ziemlicher Sicherheit eine Single Mitte des Jahres geben.

Wie siehts live aus? Auf der Bühne habt man euch lang nicht gesehen und die Tour letztes Jahr mit Madison Affair fiel aus. Gibt’s da schon neue Planungen und wie war das für euch?

Ja das mit der Tour war Ultra- schade für uns. Die ist damals aus Gründen ausgefallen, auf die wir keinen Einfluss hatten. Das tut uns besonders leid, weil einige Leute, aus weiter entfernten Städten, uns geschrieben hatten, das sie sich auf uns freuen und die haben wir echt ungern enttäuscht. Danach hatten wir wie gesagt eine Verletzungspause und das Studio.Und jetzt dauert es noch bis wir wieder bis wir auf die Bühne gehen, weil wir einen hohen Anspruch an uns selbst haben. Eine neue Tour ist leider nicht geplant aber wer weiß?

Welche Bands hört ihr selbst gern und durch welche lasst ihr euch beim Songwriting beeinflussen?

Ohh das ist ne harte Frage. Wir haben alle einen sehr breiten Musikgeschmack. Die Jungs kennen alle haufenweise Künstler, von denen noch nie gehört habe. Das geht dann über Akustik, Disko-Funk, Psychedelic, Hip-Hop, bis sonst wo hin. Wir zeigen uns ständig im Proberaum gegenseitig Songs und sind alle oft geflasht, dass wir so geile Songs noch nicht kannten. Was wir alle kennen und mögen, sind so Old School Rock Sachen. An aktueller Hardcore Mukke fanden wir die „Know Hope“ von „The Color Morale“ gut und „They´re Only Chasing Safety“ von „Underoath“ ist ne zeitlose Platte. Die üblichen Verdächtigen „BMTH“ und „Architechs“ feiern wir auch.

Da du aus zeitlichen Gründen nur mit mir (Matthias) das Vergnügen hast, kann ich dir nicht sagen, was die anderen so beim Songwriting beeinflusst.

Aber für meine Texte ist der Einfluss durch deutschen Hip-Hop sehr groß. Mir gefällt der natürliche un-konstruierte Umgang mit der Sprache. Als konkrete Beispiele nenne ich dir mal „Freundeskreis“, „Maeckes“ und „Sierra Kidd“. Da klingt deutsch dann, wie die Muttersprache, die sie für die meisten von uns ist, und nicht nach Abitur-Leistungskurs oder Dorfdisko- Toilettenwand wie das leider bei vielen Core Bands der Fall ist.

Auf welches Equipment verlasst ihr euch? Bzw. welches nutzt ihr auf der Bühne?

Leo: Ich spiele ein Acrylic Green 22,12,16 und 14×6,5 set, 20″ z-custom ride, 20″ A-custom Crash, 19″ AA Holy China,12″ mini-China, 9,5″ Z Bell, 14″ AAX HiHat, DW Hardware, Shure SE315 Inears, Sticks Pro Mark 5b

Dejan: Ausführlich? Schecter C1 Blackjack Hauptgitarre, Marshall 1960 Lead Box / Peavey 412 MS Sheffield Box, 6505 Topteil, diverse Effekte von Boss Korg und EHX. Ach so…Seymour Duncans 59′ / Jeff Beck.

Marian: Schecter c1 elite, orange th100 Topteil, orange ppc412 box, Effekte von Boss und Harley Benton, Tonabnehmer die gleichen wie der Dejan.

Patrick: Trace Elliot GP12SMX, Glockenklang 2×10 Box, SWR Big Ben. Custom Jazz Bass mit Fender Noiseless Pickups.

Matthias: Mein Mikrofon ist ein Shure SM 58 Beta benutze das hauptsächlich weil es so robust ist.

Wollt ihr den Lesern noch etwas sagen?

Wahrheit ist unantastbar, Ehrlichkeit ist, wie wir ihr uns nähern.

Lucy loves you.

 

Danke für das Interview und weiterhin viel Erfolg!

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About Author

Florian Hilger

Gründer und Chefredakteur des Magazins. Außerdem zuständig für diverse Konzertreihen (z.B. Loud!Fest, Shout loud, Bloody Friday...). Ansprechpartner für Kooperationen, Werbung, News, Interviews und weiteren Content.