CD Review: Stick To Your Guns – Better Ash Than Dust

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Die kalifornische Hardcore-Gruppe Stick To Your Guns veröffentlicht an diesem Freitag ihr neuestes Werk, die EP ’’Better Ash Than Dust’’.

’’Better Ash Than Dust’’ kommt mit fünf Songs daher, teils kürzeren und teils längeren Stücken. Die US-Amerikaner haben zuletzt mit den 2012 und 2015 erschienenen Alben ’’Diamond’’ und ’’Disobedient’’ ihren Musikstil gefestigt und halten auch mit ihrer neuen EP daran fest.

Eröffnet wird der Extended Player vom Titeltrack ’’Better Ash Than Dust’’. Genretypisch packt Frontmann Jesse Barnett hier die ersten Screams aus und auch instrumental bleiben Stick To Your Guns ihrem Hardcore-Stil treu. Doch Stick To Your Guns wären nicht Stick To Your Guns, wenn sie nicht immer wieder neue Elemente in ihre Musik einbauen würden, so geschehen im ersten Pre-Chorus des Songs. Die Band nimmt auf einmal das komplette Tempo heraus, damit Jesse Barnett ein paar Zeilen ruhig ins Mikrofon flüstern kann, ehe er im Refrain seine gesanglichen Qualitäten zeigen kann. Am Ende des Songs findet sich dann eine kurze Rede, wie sie auf keinem Werk der Kalifornier fehlen darf.

Mit ’’Universal Language’’ und ’’No Tolerance’’ wird es dann deutlich härter. Gitarrist Joshua James darf sich hier ebenfalls an manchen Stellen austoben und schreit ins Mikro, was das Zeug hält. Stick To Your Guns kritisieren auch auf dieser EP wieder einige Dinge und zeigen sich sehr wütend. Dabei geht es um grundlegende Dinge wie Politik, Rassismus und Toleranz. Nach dem ebenfalls sehr starken ’’The NeverEnding Story’’ folgt mit ’’The Suspend’’ schon der letzte Song der EP. Hier lassen es Jesse & Co. eher ruhiger ausklingen, ohne jedoch einen soften Song wie ’’Left You Behind’’ geschrieben zu haben.

Mit ’’Better Ash Than Dust’’ haben Stick To Your Guns fünf hervorragende Songs zu ihrem Repertoire hinzugefügt, die live auch absolute Brecher sein werden. Es ist erfreulich mit anzusehen, dass es auch Core-Bands gibt, die an ihrem harten Musikstil festhalten und nicht krampfhaft versuchen, etwas Neues zu kreieren, was überhaupt nicht zum Image der Band passt. Nichtsdestotrotz klingt ’’Better Ash Than Dust’’ nicht nach dem x-ten gleichen Werk. Hier und da hätten die Jungs in die Breakdowns noch sicherlich etwas mehr Feinschliff investieren können, jedoch kann man als Fan überhaupt froh sein, dass es die Band trotz immensem Touren geschafft hat, neues Material zu schreiben. Bei dieser Band kann man nur auf das neue Album und die im Herbst anstehende Tour mit Architects und Bury Tomorrow gespannt sein!

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Jonathan Schütz