CD-Review: One Hundred Days – One Hundred Days

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Das niederrheinische Quintett ‚One Hundred Days‘  ist ein noch junges Schiff, das mit einer kräftigen Melodie-Schlagseite und mit voller Kraft voraus in der Flotte des New School Hardcore durch die Core-Meere segelt.

Wuchtige Breakdowns und knallharte Moshparts treffen hier auf treibend-groovige Rhythmen, und dazwischen ragen immer wieder episch-großartige Melodie-Momente hervor, die zwischen Hymnenhaftigkeit und Melancholie schwanken.

Präsente, keifende Shouts geben den Songs stets die nötige Wut und Rauheit.

One Hundred Days klingen hart und kraftvoll, ohne aber in übertriebenes Proll-Gehabe zu verfallen, und sind gleichzeitig gefühlvoll, ohne in kitschige Gewässer abzudriften.One Hundred Days - One Hundred Days - Artwork

Allgemein wirkt diese Platte sehr homogen und ausbalanciert, die Band hat ein feines Gespür für die richtige, harmonische Dosierung ihrer Sound-Zutaten.

Auf diese Weise entsteht hier ein sehr solides, rundes und in sich schlüssiges Album, das musikalisch und stilistisch wie aus einem Guss wirkt.

Die amtliche, druckvolle Produktion aus dem Hause Pitchback Studios ist dann das Sahnehäubchen.

Natürlich hat man das alles schon irgendwo anders so ähnlich gehört, und das Hardcore-Rad erfinden One Hundred Days hiermit auch nicht wirklich neu.

Dafür steht die Band aber für starken und sympathischen Hardcore mit dicken Eiern, und vor allem auch mit viel Herz und Gefühl, der genau aus diesen Gründen nicht nur zu überzeugen, sondern auch zu begeistern vermag.

 

Song-Empfehlung:

Down But Not Out

Erscheinungsjahr:

2015

Genre:

Melodic Hardcore

Tracklist:

  1. Evalutation
  2. Down But Not Out
  3. Outer Heaven
  4. Narrow Minded
  5. Cauchemar
  6. No Fellowship
  7. Sons Of Angry Men
  8. Forgotten Friends, Forgotten Enemies
  9. Voyage
  10. 1998
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