CD Review: Memphis May Fire – This Light I Hold

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Es ist so weit: Pünktlich zum Zweijahrestakt veröffentlichen die Texaner Memphis May Fire am 28. Oktober ihr neues Album “This Light I Hold”. Wieso die Band einfach nie was falsch zu machen scheint, erfahrt ihr im Folgenden.

Matty Mullins ist seit Längerem bekannt für seine äußerst religiösen Texte und den freimütigen Umgang mit seinem Glauben in Interviews sowie seiner Musik, was sich zuletzt auf seinem selbstbetitelten Soloalbum äußerte. Kann man mögen, muss man nicht. Was hingegen feststeht, ist, dass der wahre Platz des 27-jährigen am Mikrofon seiner Metalcore Band ist. Memphis May Fire sind schon lange kein Geheimtipp mehr und liefern, Album nach Album, immer wieder eine solide bis sehr gute Mischung unvergesslicher Refrains und hoher technischer Instrumentalfähigkeit ab.

Das Endprodukt einer langen Erholungsphase und dem laut Mullins entspanntesten Studioaufenthalt enthält, wie zu erwarten, den typischen Sound der Jungs, ohne langweilig zu werden. Opener “Out Of It” legt direkt los und zelebriert vertracktes Riffing bereits von Beginn an wie Kinder den Weihnachtsmann an Heiligabend – spielerisch wechseln sich immerzu beide Gitarren ab, sodass ein interessanter Yoyo-Effekt auf beiden Ohren entsteht, was bei Live Konzerten garantiert zu einem Kracher werden könnte. Die starken Bühnenqualitäten der Band werden hier erneut nötig sein, um den rasanten Sprung zwischen Tempi gerecht herüberzubringen. Direkt dieser erste Song kommt mit mehreren Tempowechseln daher und wirkt länger, als er eigentlich ist.

Dieses Gefühl findet sich mehrfach auf der CD, da jedes Lied musikalisch eine Geschichte erzählt und sich bei einer durchschnittlichen Länge von 3,5 Minuten nicht in irgendwelche unnötigen Experimente verrennt. Nein, “This Light I Hold” fährt eine klare Linie und überzeugt mit hohem Replaypotential. Beim ersten Durchlauf der CD fällt auch auf, dass die Lieder einen Tick härter sind, als zuletzt auf “Unconditional”, was das Herz eines jeden Oldschool Fans höher schlagen lässt. Dennoch behält die Band beispielsweise im rasanten “Carry On” oder dem treibenden “This Light I Hold” mit Jacoby Shaddix den Hymnencharakter der Lieder bei und kreiert trotz einer heutzutage gängigen Kombination dank des hohen technischen Levels einen eigenen Sound, der noch immer seines Gleichen sucht. Die Produktion der CD ist erneut auf sehr klar und ist von den typischen Klaviertönen im Hintergrund geprägt, die ein breites Klangbild erzeugen.

Irgendwie scheint es so, als kämen Memphis May Fire immer gut davon. Doch diese positive Kritik ist gerechtfertigt, da ihr Stil einfach unverwechselbar ist. “This Light I Hold” ist ein Brett, was jedem Metalcore Fan zu empfehlen ist. Wen es nicht langweilt, einen gewissen Sound erneut serviert zu bekommen, wird mit dieser CD sehr zufrieden sein und die Band auf ihrer Headliner Tour durch Deutschland gebührend zelebrieren! Tickets gibt es auf Eventim.

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Alex Loeb

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