CD-Review: Ilydaen – Maze

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ILYDAEN besteht aus einem entschlossenen Trio aus Belgien, das sich dem Post- und Depressive Rock verschrieben hat.

Seit dem Gründungsjahr 2009 schaut die Band auf eine umfangreiche Bühnenerfahrung zurück, und konnte sich 2013 mit ihrem Debüt-Album „Digressions“ europaweit einen standhaften Namen erarbeiten. Den kreativen Schwung nahm man im darauffolgenden Jahr gleich für das zweite Werk „Maze“ mit, das unter dem Label DUNK! Records erschien. il

Im Hinblick auf die Rhythmik und die klangliche Arbeit der Scheibe wird schnell deutlich, dass neben der Beschreibung als Post-Rock Band auch ein nicht unerheblicher Progressive Anteil mitschwingt. Gesang findet man selten, und wenn überhaupt nur als Untermalung, da sich die Belgier größtenteils nur instrumental ausdrücken.

In allen Tracks finden sich experimentelle und klangmalerische Effekte, auf die Ilydaen sehr großen Wert zulegen scheinen. So ergibt sich ein sphärischer Grundton, der an jeder Stelle dominiert. Generell wird sich für jedes Motiv, jede Melodie und jede Harmonie sehr viel Zeit gelassen, und die Songs auf „Maze“ entwickeln einen eher schwergängigen Charakter, wenn auch nicht überall die gleiche Intensität mitschwingt. In vielen Passagen gelingt es dem Trio den Hörer in eine andere Welt zu tragen, mit Melodien die so manchem Dark Rock-, Symophonic Black Metal- oder Industrial-Fan durch sanfte Melancholie unter die Haut gehen würden, wie zum Beispiel in „1/121“ oder „Curves & Saeptums“, die an dieser Stelle auf jeden Fall zu empfehlen sind.

Auf der anderen Seite ist das Album auch gekennzeichnet durch extrem langwidrige Stellen, wie beispielsweise in „Shelter“ oder „Daedalus“, die noch weniger zugänglich sind, als die ohnehin schon langsam gehaltenen, aber für den Stil doch gelungenen Kompositionen.

Hier lässt sich allgemein festhalten: Freunde des klassischen Songwritings, der weltlichen und kommerzielleren Musik, die nach einem größeren Spektrum an Geschwindigkeiten und musikalischer Vielfalt suchen, werden an Ilydaens Werk Nr. 2 vermutlich nur wenig Gefallen finden. Zu empfehlen ist es eher den Anhängern von Truppen wie „Tiamat“ oder den Fans, der traditionellen älteren Pink Floyd Stücke wie „Shine On You Crazy Diamond“ und Post-Rock Liebhabern, die gerne mal auf eine musikalische „Reise“ gehen.

Hier könnt ihr euch mit ILYDAEN vertraut machen:

https://www.facebook.com/Ilydaen

http://www.ilydaen.be/

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About Author

Florian Hilger

Gründer und Chefredakteur des Magazins. Außerdem zuständig für diverse Konzertreihen (u.a. Shout loud Neuwied, Loud!Fest...). Ansprechpartner für Kooperationen etc..

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