CD-Review: Grey Season – Septem

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Die Band Grey Season ist eine fünfköpfige Band aus Dormagen, die nunmehr seit 2006 modern, prog Metal spielen, wobei sie sich durch ihre musikalische Gestaltung herausstellen.

 

Name: Septem                               Genre: modern, prog Metal

Erscheinungsdatum: 31.10.2014    Länge: 51 Minuten

 

Das Album „Septem“ kommt in einer fast vollständig schwarzen Plastikhülle daher, bloß mit dem klein gedruckten Namen des Albums und der Band sowie einigen Tropfen auf dem Cover. Die Rückseite ist ähnlich schlicht, da die Titel, sieben sind es an der Zahl, mittig gedruckt, bloß von einem weißen Kreis eingeschlossen sind. Das Cover verrät somit nicht viel über die Musik, was die Neugierde weckt, dazu kommt noch der kleine Druck der förmlich dazu einlädt das Cover genauer zu betrachten. Ebenfalls positiv überraschend ist der Punkt, dass neben der CD selbst ein Heft enthalten ist, welches die Lyrics der Songs beinhaltet und im Hintergrund Bilder verschiedener Landschafts- und Industrieumgebungen aufbietet.

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Ich beschreibe das Album anhand der drei „Therion“ Titel, die auf dem Album enthalten sind.

Der erste Song des Albums ist „Therion pt I“, welcher melodisch und ruhig beginnt. Nach nicht allzu langer Zeit setzen nun die Drums ein. Es wird Spannung aufgebaut während der ruhige gleichmäßige Rhythmus beibehalten wird. Das Spiel steigert sich und die Töne werden schneller und häufiger auftreten. Bis zu einem Punkt an dem es ruhig wird und nur noch eine lauter werdende Trommel zu hören ist, sowie die Bassdrum.

Ohne Pause beginnt nun „Therion pt II“. Der Titel bleibt zunächst auch instrumental, was sich nach einer halben Minute aber bereits ändert, da nun der Sänger mit kraftvollen, überzeugenden extreme Vocals einsetzt, die mit einem Echo Effekt unterlegt sind, um die Wirkung um ein Weiteres zu betonen. Die Instrumente und der Gesang sind sehr gut abgestimmt, so dass beides voll und sauber klingt und keines der beiden Elemente das andere überwiegt und man ein ausgewogenes Klangerlebnis erfährt. Nach diesem harten  Part kommt nun wieder ein ruhiges Stück, das durchsetzt ist mit Keyboard Tönen und clean Vocals. Eine unerwartete Wendung, die Lust auf mehr macht, da die Musik unvorhersehbar geworden ist. Passend dazu setzt nun wieder ein harter Part ein in dem nun auch clean Vocals vorkommen, die jedoch geeignet kraftvoll gesungen sind. Zum Ende hin wechselt der Stil ein weiteres Mal und die Musik wird sehr rau aber absolut durchdacht und wirkungsvoll. Die extreme Vocals sind in diesem Teil des Liedes durchgehend vertreten und die Musik macht stellenweise eine verzerrte Wirkung, die den Song schlussendlich abrundet und alle Facetten, die das Album aufweist, in diesem Titel darstellt und Interesse am nächsten Titel schafft.

Der letzte Titel auf dem Album ist nun „Therion pt III“, welcher insgesamt wieder ein ruhiges Stück darstellt, mit einer einfachen Gitarren Melodie und Spiel von dem Keyboard. Somit wurde also nun an den Anfang des Albums angeknüpft und das Album endet so, wie es begonnen hat. Dadurch entsteht ein absolut durchdachtes, rundes Bild von diesem Album und man beginnt gleich die CD von Neuem, um andere Elemente zu entdecken, die man beim ersten Hören wahrscheinlich gar nicht wahrgenommen hat.

Zum Schluss möchte ich noch einmal zwei Besonderheiten aufweisen. Zunächst einmal der Aspekt, dass das Album trotz der sieben aufgedruckten Songs einen weiteren Bonus Song mit dem Namen „P.A.F.“ verbirgt, der nach dem letzten Track beginnt, wie bereits in den Liedern selbst wird nun also eine weitere Überraschung aufgeboten. Desweiteren sind die Übergänge zwischen mehreren Songs nahtlos, wodurch das Album an diesen Stellen als ein einziges Gesamtwerk herausgestellt wird, als welches es auch zu betrachten ist.

Fazit:

„Septem“ steht für neue Wege und Ideen in der Metal Szene. Statt den Standards zu folgen schafft es Grey Season mit Überraschungen, das Hörvergnügen herauszuheben. Das Album ist in der Lage offene und aufmerksame Hörer zu begeistern. Hinzu kommt, dass der Klang des Albums sehr hochwertig und gut abgestimmt ist. Somit ist das Album lohnenswert für alle Leute, die Neues befürworten, aber auch für alle alt eingesessenen Hasen, die die Möglichkeiten neuer Ideen hören wollen.

9 von 10 Punkten

Facebook: https://www.facebook.com/greyseasonmetal/

AUTOR: Alex Fredekind

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About Author

Florian Hilger

Gründer und Chefredakteur des Magazins. Außerdem zuständig für diverse Konzertreihen (u.a. Shout loud Neuwied, Loud!Fest...). Ansprechpartner für Kooperationen etc..

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