CD-Review: Corova – Rise of the Taurus

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Corova ist eine 2006 gegründete Koblenzer Band. Sie stehen in der musikalischen Tradition von Bands wie z.b. Neurosis, Mastodon und Entombed.

Stilistisch entwickelten sie in den acht Jahren ihres Bestehen´s jedoch einen recht eigenwillig Sound. Rise of the Taurus ist das Ergebnis dieser Entwicklung, das zugleich noch eine Geschichte eines Krieges zwischen Eulen und Taurussen erzählt.

Name: Rise of The Taurus     Genre: Doom/Sludge/Noisecore

Länge: 44:36 Minuten            Erscheinungsdatum: 2014

 

Die Seite der Eule:GateFold_LP_Corova_576x576_72dpi

Die Scheibe beginnt mit dem Song Jealousy, der auch direkt den gesamten Ton des Albums beschreibt: brachial, schleppend, absolutes Downtempo. Zugleich ist es in irgendeiner merkwürdigen Art beruhigend und melodisch. Dies wird auch durch verschiedenste, vollständig Clean gesungene Passagen unterstrichen.

My God Utopia ist das zweite Lied der Eulen und erscheint mir persönlich sehr bedrückend, doch wieder auf eine seltsame und angenehme Art. Außerdem kommt mir dieses Lied wie ein einziger langer Refrain vor. Denn es bleibt einfach im Kopf und man will es immer wieder hören.

Das letzte Lied der Eulen heißt Eternal. Die Gitarristen liefern auch hier eine absolut geniale Leistung ab. Sie haben von Beginn an leicht dissonante Riffs und erzeugen so eine beklemmende, mystische Atmosphäre.

 

Die Seite des Taurus:

Der erste Song des Taurus hört auf den Namen The Offering und wirkt von Anfang an aggressiver als alles was bei den Eulen geliefert wurde. Der Titel erzeugt eine angespannte Atmosphäre. Das Schlagzeugspiel, welches zwar schleppend, aber treibend ist, trägt dazu stark bei. Das Tempo wird mitten im Lied nochmals gesenkt und ist scheinbar stark an den frühen Noise angelehnt.

Der zweite und letzte Song der Seite des Taurus und somit auch des gesamten Album´s ist In A Rush of Blood. Dieser Song schlägt von Anfang an eine etwas andere Richtung ein. Er ist ruhiger, melodischer und wird zunächst sogar nur von den Gitarren gespielt und auch von Clean Gesang begleitet. Doch dann bricht er aus. Es wird intensiver, ohne die Melodik zu verlieren. Der Song symbolisiert in meinen Augen den ersten Regen nach einer hitzigen Schlacht. Er beruhigt und ist ein absoluter Genuss.

Fazit:

Meiner Meinung nach haben sich Corova an alten Größen orientiert und sich dennoch zu einer eigenständigen Macht entwickelt. Sie sind exzellente Geschichtenerzähler und spielen ihre Songs auf eine eigene und unverwechselbare Art und Weise. Dafür gibt’s einen dicken Daumen nach oben!

9 von 10 Punkten

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