CD Review: Blackwater Horizon – Bad John

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Was würde wohl passieren, wenn Elvis auferstehen und sich mit Frustration den heutigen Musikmarkt ansehen würde? Ganz genau: Blackwater Horizon.

Das Trio aus dem Südwesten Deutschlands hat März diesen Jahres mit ihrem neuesten Album, Bad John, eine pfiffige Antwort geliefert. Die CD lächelt dem Konsumenten in einer Wildwest Aufmachung entgegen und gibt einen ersten Vorgeschmack auf die Musik hinter dem Cover. Hierbei legt die Gruppe rund um Eric Haupt besonders Wert auf simpel gehaltene Instrumentalarbeit: Bis auf seltener im Hintergrund eingesetzte Hammondorgeln bilden Bass, Schlagzeug und riffgesteuerte Gitarre eine Einheit, die so solide wie zugänglich ist. Das Fundament bildet ohne Frage das meist triolische Riffing im Classic Rock / Rock ‘n’ Roll Sound, welches schnell zu einem herausstechenden Merkmal bei der Hörerfahrung wird.

Überzeugend hart eröffnet Live and Die das stetige Feuer, in das der Zuhörer sich beim Anschalten des Albums begibt. Besonders positiv fallen hier die Einsätze von Backgroundchören ein, die Haupts starke Stimme passend kontrastieren, während ein Gewitter an Gitarren sich in den Vordergrund drängt. Die Band weiß, zwischen Licks und Begleitung zu wechseln. So wirkt der Klang innerhalb der Songs nie überladen, sondern prägt sich erstaunlich schnell ein. Dies gilt auch für all die anderen Lieder, die kurzweilig und spaßig klingen. Der Anfang von Money And The Beast beweist endgültig, warum das entsprechende Cover gewählt wurde: staubige Cleangitarren grüßen den zu diesem Zeitpunkt bereits vom Headbanging ermüdeten Zuhörer, ehe sich auf geradlinige 4/4 Grooves gestürzt wird.

Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass die Lieder sich teils ähneln und trotz durchweg perfektem Songwriting so innerhalb der Platte ein wenig an Eigenständigkeit verlieren. So verblasst beispielsweise Pieces neben Egomaniac, obwohl an ersterem Song nichts auszusetzen ist – schade!

Alles in Allem liefern Blackwater Horizon aber eine eiserne Performance mit passend glänzender Produktion ab. Die Instrumente klingen äußerst differenziert, die Texte machen Spaß und die Musik ist unschlagbar stark für eine (zu diesem Zeitpunkt noch) nur lokal bekannte Band. Wer sich von den 50s angezogen fühlt, wird hieran besonders viel Freude haben. Keep on rockin’!

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Alex Loeb

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